Unser LechbäckFrisch. Freundlich. Günstig.

Back Dich schlau mit Lechbäck, Deiner Bäckerei in Augsburg


Wie lagert man Brot richtig? – eine Empfehlung von Augsburgs Bäckerei Lechbäck


Augsburg 11. Mai 2015


Was passiert bei der falschen Lagerung?

Ein frisches Brot oder Brötchen vom Bäcker schmeckt immer lecker, doch oft ist der frische Geschmack am nächsten Tag schon verflogen. Meistens ist der Laib dann bereits zu trocken oder die Kruste nicht mehr knusprig. Das liegt in den wenigsten Fällen am Brot, sondern vielmehr an der Art der Lagerung. Viele Haushalte bewahren ihr Brot in Plastiktüten auf. Der Nachteil dabei: Die Kruste wird viel zu schnell weich und noch schlimmer, es bietet die perfekte Voraussetzung für lästigen Schimmelpilz. Ähnlich verhält es sich hier auch mit Brotboxen aus Kunststoff und Metall, da die abgegebene Feuchtigkeit nicht abziehen kann. Ein weiterer Fehler ist die Lagerung im Kühlschrank, die eine sog. „Retrogradation“ beschleunigt und das Brot austrocknen lässt. Hierbei geben die Stärkemoleküle des Brotes gespeichertes Wasser wieder durch die Kruste ab, das dann verdunstet. Besonders roggenhaltiges Brot ist von diesem Prozess betroffen und schmeckt dadurch besonders schnell „altbacken“.

 

Doch wie sieht nun die ideale Lagerung aus, um das Brot möglichst lang frisch zu halten?

Im Allgemeinen ist die Lagerfähigkeit maßgeblich mit der Brotsorte verbunden. Hier gilt die Regel: Je dunkler das Brot, desto lagerfähiger ist es. Zudem bleiben ungeschnittene und große Brote bei Raumtemperatur (18°C-22°C) länger frisch. Der ideale Aufbewahrungsort variiert ebenfalls je nach Brotsorte.

Knusprige Brote bzw. Brötchen wie unser Stangenweißbrot oder Milchkrustis sollten eher in Papiertüten oder Baumwollbeutel aufbewahrt werden, da eine luftdichte Aufbewahrung das Brot schnell weich werden lässt und sich Schimmel schneller bildet. Für dunklere Brote wie unser Bauern- oder Vollkornbrot eignen sich am besten Tontöpfe oder Brotkästen aus Holz. Beim Kauf sollte beachtet werden, dass sie keine Luftlöcher haben, da dunklere Brote, im Gegensatz zu knusprigen Broten, sonst schneller austrocknen. Damit das Brot noch länger frisch bleibt, sollte das angeschnittene Brot immer mit der Schnittfläche nach unten stehen, damit auch die nächste Scheibe saftig schmeckt.

Egal welche Methode schlussendlich gewählt wird, eine regelmäßige Reinigung sollte immer durchgeführt werden. Die meisten Brote/Brötchen enthalten aus gesundheitlichen Gründen keine Konservierungsstoffe und sind somit anfälliger für Schimmelbefall. Um dem entgegen zu wirken, sollten Töpfe bzw. Kästen einmal in der Woche mit Essigwasser gereinigt  und Stoffbeutel gewaschen oder ausgetauscht werden.

 

Was tun, wenn ich zu viel Brot gekauft habe?

Auch eine längerfristige Lagerung von ein bis drei Monaten ist möglich, wenn man das Brot bei -18°C in einem verschlossenen Plastikbeutel einfriert. Um das Brot aufzutauen kann man es entweder bei Raumtemperatur ca. fünf Stunden offen stehen lassen; alternativ kann man es schon vor dem Einfrieren in Scheiben portionieren und so kontinuierlich im Toaster auftauen.

 

Wie lange hält welches Brot?

Tag des Brotes

Deutsche Brotvielfalt
Die 10 beliebtesten Brotsorten in Deutschland

Augsburg, 05. Mai 2015


Nirgendwo ist die Vielfalt an Brotsorten so groß wie in Deutschland. Deswegen wird Deutschland auch das „Brotland“ genannt und das wird mit einem offiziellen Tag des Brotes gefeiert. Am 05. Mai 2015 findet der 3. Tag des Deutschen Brotes statt. An diesem Tag soll das deutsche Brot in all seinen regionalen Facetten unter dem Motto: „Regionalität und Vielfalt“, gefeiert werden.

Egal ob das Frühstücksbrötchen, das Pausenbrot oder die Brotzeit am Abend, deutsches Bäckerhandwerk gehört zu unserem Alltag. Da verwundert es nicht, dass jährlich durchschnittlich stolze 59 kg Brot pro Haushalt konsumiert wird. Als eines der ältesten Grundnahrungsmittel, gibt es gute Gründe, warum wir so gerne und viel Brot essen: Kohlenhydrate und Mineralstoffe, die im Brot enthalten sind, liefern Energie und steigern so unsere Konzentrationsfähigkeit. Die enthaltenen Ballaststoffe machen uns nicht nur länger satt, sondern wirken auch positiv auf Herz und Kreislauf. 

Die historische Entwicklung der deutschen Brotkultur

Zwar wurde das Brot nicht in Deutschland, sondern in Ägypten erfunden, doch hat sich über die Jahrhunderte eine weltweit einzigartige Brotkultur entwickelt. Mit über 300 Sorten soll das deutsche Brot sogar zum UNESCO-Kulturerbe ernannt werden und hat es bereits bis ins bundesweite Verzeichnis schützenswerter Kulturgüter geschafft. Historisch betrachtet sind vor allem zwei Ursachen  für eine solche Entwicklung verantwortlich. Zum einen die bodenkundlichen und klimatischen Voraussetzungen und zum anderen die besondere Entwicklung der Staatsform. Die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen sowie Bodenbeschaffenheit führten zu verschiedenen Schwerpunkten bezüglich dem Anbau von Getreide innerhalb Deutschlands. Während im Süden fast ausschließlich Weizen angebaut wurde, mit Ausnahme von Schwaben und dessen Konzentration auf Dinkel, war im Norden eher der Anbau von Roggen verbreitet. Einen fast noch größeren Einfluss hatte die notorische Kleinstaaterei im 17. Jahrhundert, die auf damaligen deutschen Boden herrschte. Um die Unabhängigkeit jedes autonomen Staates zu betonen, wurde auch die jeweilige Nahrung stark ortsbezogen ausgeformt. Das hatte auch zur Folge, dass sich die jeweiligen Brotsorten von Stadt zu Stadt änderten und sich so starke regionale Eigenheiten bildeten.

Die moderne Vielfalt des Brotes

Die heutige Vielfalt an Brotsorten ist bedingt durch eine abwechslungsreiche Nutzung von Getreide, Mehl und sonstigen Zutaten. Beliebte Getreidesorten sind immer noch Roggen, Weizen, Dinkel aber auch immer mehr sog. Pseudogetreide wie Buchweizen. Beim Mehl unterscheidet man zwischen Ausmahlgraden in Typen von 405 bis 1800. Grundsätzlich gilt je kleiner der Typ des Mehles, desto heller und feiner gemahlen ist es.
Bezüglich zusätzlicher Zutaten sind dem Bäcker kaum Grenzen gesetzt: über Früchte, Kräuter, Samen bis hin zu exotischen Gewürzen ist Brot extrem wandelbar. Nichtalltägliche Beispiele sind z. B. Bärlauchbrot, Müslibrot, Feigenbrot oder Safranbrot mit Nüssen. Neben diesen neuartigen Erscheinungen sind es aber vor allem die regional verwurzelten Brotspezialitäten, die die deutsche Brotkultur so einzigartig macht und deshalb am heutigen Tag besonders im Fokus gestellt werden soll. Auch die Bäckerei Lechbäck bietet regionale Brot Schmankerl wie unser Gersthofer Landbrot, Wurzelseele oder Kornkipferl, an.